Freitag, 5. Mai 2017

Heimatküche auf Messen, Märkten und mehr

Jagstmühle präsentierte sich von 20. bis 23. April auf der elften Slow Food Messe „Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart – Küchenchefs Hubert Retzbach und Markus Reinauer zieren Titel der neuen Tourismusbroschüre „Genießerregion Hohenlohe“

„Den habe ich doch gerade erst gese­hen“, das haben viele Besucher der vier­tägigen Slow Food Messe gedacht, als Küchenchef Markus Reinauer am Stand der Jagstmühle in voller Größe vor ih­nen stand. Der war in diesem Jahr gleich zwei Mal auf dem „Markt des gu­ten Ge­schmacks“ präsent. Zum einen live und in Aktion in der mobilen Messe-Küche am Jagstmühlen-Stand. Zum an­deren in gedruckter Form auf dem Titel der neu aufgelegten Tourismus-Bro­schüre „Ge­nießerregion Hohenlohe – kulinarische Lebensfreude an Kocher, Jagst und Tau­ber“. Nicht umsonst war diese Broschüre einer der Renner am gemeinsamen Stand von Touristikge­meinschaft Ho­henlohe und Hohenlohe ­+ Schwäbisch Hall Tourismus.

Gut gelaunt
Passender hätte das Titel­foto wohl kaum ausfallen können. Gut gelaunt stehen Markus Reinauer und sein Kollege Hu­bert Retzbach am Herd der Jagstmühle, strahlen Genuss pur aus, brutzeln und köcheln. Natürlich mit regio­nalen Zuta­ten, wie es sich für be­kennende Heimat-Köche und Slow-Food-Unterstützer ge­hört.

Spannend
Aber auch im Inneren der 46-seitigen Broschüre spielt die Jagstmühle eine gewichtige Rolle. Unter dem Titel „Hei­matköche und Genusshandwer­ker“ blickt der Autor hinter die Kulissen der Mühle und beleuchtet in einer span­nenden zweiseitigen Reportage, wie sich Rein­auer und Retzbach mit Leiden­schaft, gu­tem Handwerk, sowie regiona­len Tra­ditionen und Produkten verschrie­ben ha­ben. Passend zur Slow-Food-Phi­losophie „Gut, sauber und fair“. Fazit des Au­tors: „Reinauer und Retzbach kochen Dialekt statt Hochsprache. Authentisch, bodenständig, ehrlich, zeit- und schnör­kellos – gerade deshalb aber zukunftsträchtig. Ihre Küche vereint Nähe und Weitblick – Wurzeln und Wer­te. Sie gibt ihren Gerichten Gesicht und Geschichte(n) und macht Heimat schmeckbar.“

Regional
Wie gut Hohenlohe schmeckt, davon konnten sich die Messe-Besucher erneut am Jagstmühlen-Stand überzeu­gen. Dort kredenzte ihnen Markus Rein­auer - einer von insgesamt 550 Genuss­handwerkern auf der Messe - wahlweise den Mühlen-Klassiker „Gefüllte Nudeln auf Alb-Leisa“ oder „Schmortopf vom Limpurger Weideochsen und gelben Rü­ben mit Hermersberger Demeter-Land­brot“. Beides Gerichte mit Zutaten aus der unmittelbaren Umgebung der Jagst­mühle. Also echte Heimat-Küche. „Unse­re gefüllten Nudeln haben wir extra für die Messe in einer veredelten Pasta-Ver­sion serviert und mit Alb-Leisa aus Wachbach, der Heimat meines Kollegen Hubert Retzbach, sowie Langenburger Pecorino kombiniert“, sagt Markus Rein­auer. „Und dass die Limpurger Wei­deochsen direkt neben der Mühle gra­sen, freut uns und unsere Gäste.“

Lecker
Rund 900 Portionen Gefüllte Nu­deln und 300 Portionen Schmortopf gin­gen während der vier Messetage über den Tresen. „Von lecker über saulecker bis extrem lecker“ beschreibt der Küchenchef die Kommentare der Esser. Dabei sei insbesondere die für nicht Jeden alltägliche Kombination mit den Linsen hervorgehoben worden. Besonders gefreut hat sich Markus Reinauer darüber, dass die Schmortopf-Esser die „handwerkliche Klasse bemerkt und für ein solches Gericht als überdurchschnittlich gewertet haben“.

Stolz
„Deutlich spürbar“ sei auch die Resonanz auf die Genießerregion-Bro­schüre mit Jagstmühlen-Titel und -Re­portage gewesen, sagt der Küchenchef. „Da sind wir schon ein bisschen stolz darauf, Hohenlohe quasi persönlich dar­zustellen.“

Emotional
Die Teilnahme an der Slow Food Messe will Reinauer nicht missen. „Meiner Erinnerung nach waren wir zum zehnten Mal dabei und gerade diese Wiederholung bringt uns immer wieder neu ins Bewusstsein bereits gewonne­ner, aber auch potenzieller Gäste.“ Da­mit kann die Jagstmühle den Fokus des genussorientierten und kulturinteressier­ten Slow-Food-Publikums auch auf die Genießerregion Hohenlohe lenken. Ein Synergie-Effekt, von dem Region und Mühle profitieren. „Dabei helfen uns un­sere Messe-Gerichte ungemein“, so Rein­auer, „denn mit dieser Sprache - in unserem Fall mit diesem Dialekt – er­reichen wir die Menschen ganz direkt, ganz emotional, können sie beseelen und für unsere Heimat-Küche, aber auch für die ganze Region begeistern.“

Vertraut
Auf diesem Wege ist es über die Jahre weg zunehmend gelungen, die Jagstmühle ins Bewusstsein der Ge­nießer zu rücken und mit dem Messe-Auftritt gleichermaßen Tradition und Auf­bruch zu bedienen. „Das lohnt sich alle­mal, auch weil solche Begegnungen Ver­trauen und Nähe schaffen“, bringt Mar­kus Reinauer die für die Jagstmühle „sehr positive Messe-Bilanz“ auf den Punkt. Besonders gefreut hat es ihn, dass „so viele junge Leute auf der Messe waren, die die Welt – auch die gastronomische – aus ganz anderen Blickwinkeln sehen und uns dazu bringen, unsere Positionen immer wieder in Frage zu stellen und neu zu überdenken.“

Gefragt
„Sehr zufrieden mit der Besu­cherresonanz“ zeigt sich auch Philipp Bauch. In der Jagstmühle ist er für Pla­nung und Gestaltung der Events und Gäste-Erlebnisse zuständig. Als gefrag­ter Gesprächspartner am Jagstmühlen-Stand informierte er über Zimmer, Ta­gungsmöglichkeiten und die Jagstmühle als Event-Location für Hochzeiten und Feiern aller Art. Sein Fazit: „Für mich ist es auch wichtig, durch die vielen Kontakte zu Erzeugern, Gleichgesinnten und Gästen auf neue Gedanken und Ide­en zu kommen, um die Angebote der Jagstmühle thematisch weiterentwickeln und auf die Gästewünsche zuschneiden zu können.“

Bewährt
Fast ein kulinarisches Heim­spiel hatte die Jagstmühle gut eine Wo­che nach der Slow Food Messe beim 4. Genießermarkt Niederstetten Beim fünfgängigen Genießermenü am Freitag­abend war Küchenchef Markus Reinauer fürs Dessert zuständig und erfreute die Genießer mit einem Savarin von weißem Schokoladenschaum mit Himbeer-R­habarber-Sorbet im Rhabarbersüpp­chen. Beim samstäglichen Schau­kochen regionaler Köche zeigte er den Topf- und Pfannenguckern, wie man ein Kohlrabi-Schnitzel mit Geifertshofer Weinbauernkäse füllt und zusammen mit Limettenbutter und Grünsfelder Stangen­spargel zu einem feinen regionalen und vegetarischen Leckerbissen macht. Und so ganz nebenbei verriet Reinauer noch den einen oder anderen heißen Tipp aus der Jagstmühlen-Küche.

Lebensgroß
Zwar nicht live, dafür aber medial hatte der Küchenchef in diesem Jahr zwei weitere große Messe-Auftritte. Ein fast lebensgroßes Foto von Reinauer und einem Limpurger Weideochsen auf der Jagstmühlen-Weide zierte den Counter der TG Hohenlohe auf der In­ternationalen Tourismus-Börse Berlin (8. bis 12. März) und auf dem Mannhei­mer Maimarkt (29. April bis 9. Mai). Ein richtiger „Eyecatcher“, der Lust auf Ho­henlohe und die Jagstmühle macht. Denn Markus Reinauer ist einer der Pio­niere der Limpurger-Küche. Seit 2006 verarbeitet er in der Jagstmühlen -Küche mindestens einen kompletten Weideoch­sen pro Jahr – von der Zunge bis zum Schwanz. Und das lange bevor der Hype um „Nose-to-tail“ die Hochglanzmagazi­ne füllte.

Themen: Neues, Angezettelt


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