Montag, 22. Mai 2017

Wo der Limpurger zum Lim-Burger wird.

Bei der Jagsttal-Wiesen-Wanderung am 27. und 28. Mai lohnt sich auch ein Genießer-Stopp in der Jagstmühle. Lim-Burger-Premiere: Zum Reinbeißen gut.

„Wiesen riechen - Landschaft schme­cken“ - unter diesem Motto lockt die mit einem Schmetterlingssymbol ausgeschil­derte Jagsttal-Wiesen-Wanderung auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Men­schen ins mittlere Jagsttal. Am Wochen­de des 27. und 28. Mai kommen dort nicht nur Wander- und Naturfreaks auf ihre Kosten, sondern auch Genießer. Denn entlang der malerischen Südhänge an der Jagst finden sich auf der insge­samt 35,9 Kilometer langen Strecke zwi­schen dem Langenburger Teilort Bäch­lingen und dem Krautheimer Ortsteil Gommersdorf zahlreiche Stationen, an denen auch Spezialitäten aus der Genie­ßerregion Hohenlohe angeboten wer­den.

Mühlenscheune
Zum Beispiel in der Jagstmühle in Heimhausen, die direkt an der Strecke liegt und an beiden Tagen auch im 30-Minuten-Takt vom Jagsttal-Wiesen-Bus angefahren wird (Er­wachsen drei Euro, Kinder ein, Familien fünf Euro). Dort werden die Wanderer in der urigen Mühlenscheune bewirtet. Restaurant und Terrasse sind an beiden Tagen wegen diverser Feiern und Gesellschaften bereits ausgebucht. Infos über die Jagstmühle können sich Wiesen-Wanderer gerne an der Rezeption des neuen Gästehauses abholen.

Dort haben sich die Küchenchefs Mar­kus Reinauer und Hubert Retzbach für dieses Jahr ein ganz besonderes Schmankerl ausgedacht. Denn bei der Jagsttal-Wiesen-Wanderung feiert ihr Lim-Burger seine genussvolle Premiere. „Die Idee dazu geistert uns schon lange im Hirnskasten rum, aber jetzt musste sie einfach mal raus“, sagt Reinauer.

Limpurger-Pioniere
Burger gibt es schon genug. Doch einen Lim-Burger gibt es bisher noch nicht. Obwohl solch ein Ochsenweck in der Jagstmühle mehr als naheliegt. Denn Reinauer und Retz­bach gehören zu den Pionieren der Lim­purger-Verarbeitung. Seit Jahren schon verarbeiten sie in ihrer Heimatküche bis zu vier stattliche Weideochsen dieser äl­testen noch lebenden Rinderrasse Würt­tembergs, die noch Anfang der 1980er Jahre nahezu ausgestorben war. Die führen ein gutes Leben und grasen von Frühjahr bis Herbst auf einer Weide gleich bei der Jagstmühle. „Von der Zun­ge bis zum Schwanz“ heißt die Devise der Jagstmühlen-Küchenchefs und so finden in ihrer Heimatküche nicht nur die üblichen Edelteile Verwendung sondern das komplette Tier.

Ochsenlecker
Fleisch der Limpurger Weideochsen macht den neuen Mühlen-Burger nun zum exklusiven Lim-Burger. Noch tüfteln die beiden leidenschaftli­chen Küchen-Handwerker daran. Denn was sie machen, muss Hand und Fuß haben und vor allem „saulecker“ - oder besser „ochsenlecker“ schmecken. Im Mittelpunkt steht natürlich das Fleisch in Form eines saftigen Patties. „Wir denken da momentan an ein medium gebrate­nes Beef-Tartar, schön gewürzt mit Sar­dellen und Kapern“, verrät Markus Rein­auer den aktuellen Stand ihrer Lim-Bur­ger-Premiere. Der Bun – das Brötchen - drumherum muss für ihn auf jeden Fall „kross“ sein. Nicht so lasch wie die übli­chen Burger-Buns. Was außer dem Pat­ty reinkommt, da sind Retzbach und Rein­auer immer noch am Probieren. „Selbst eingemachte Essiggurken“ fände Reinauer „stark“. Gesetzt ist aber auch „irgendeine coole Mayonnaise“. Alterna­tiv wäre auch eine Art Aioli oder eine schöne Kräutersoße denkbar. Klar; auch Salat und Gemüse müssen rein. Toma­ten? Kopfsalatherzen? Ruccola? Oder vielleicht Spitzkraut, Fenchel, Radiccio? Bestimmt lecker wäre auch Grillgemüse. Und vielleicht etwas gehobelter Langen­burger Käse? Eines ist schon sicher: Zum Lim-Burger gibt’s Süßkartoffel-Pommes. Und: Markus Reinauer und Hubert Retzbach werden für ihre Lim-Burger-Premiere eine Lösung finden, die nicht nur ihnen schmeckt. „Wir geben wie immer alles“, sagt Reinauer und schmunzelt. Kurzum Lim-Burger-Genuss zum Reinbeißen gut. Aber auch an eine vegetarische Alterna­tive haben die Küchenchefs gedacht: Panini mit ge­grilltem Gartengemüse, Sankt-Barbara-Käse aus Geifertshofen und Ruccola-Pe­sto.

Auch für Kaltgetränke, Biere, Weine und Kaffeespeziualitäten ist gesorgt. Wer auf Süßes steht, hat die Wahl zwischen Benders Bauernhofeis, hausgemachtem Erdbeerkuchen, Erdbeer-Biskuit-Roula­de und leckerem Schmandkuchen.

Rahmenprogramm
Für Abwechslung bei der Jagsttal-Wiesen-Wanderung sorgt auch das Rahmenprogramm. So bieten die Ponyfreunde Nitzenhausen unweit der Jagstmühle an beiden Tagen von 14 bs 17 Uhr Ponyreiten an und auf der Strecke Richtung Mulfingen in­formiert jeweils ab 11 Uhr ein Infostand über Fledermäuse.

Das übrige Rahmenprogramm bietet an 13 Stationen entlang der Strecke jede Menge Wissen und Erlebnisse: von Kon­zerten und Themenführungen über Le­sungen und Mitmachaktionen bis zu In­foständen über Hornissen oder Zecken.

Über Strecke, Rahmenprogramm, Bus­fahrplan und Übernachtungsmöglichkei­ten informiert eine Broschüre, die auf folgender Homepage abrufbar ist: www. erlebnis-mittleres-jagsttal.de

Themen: Angezettelt, Neues


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