Dienstag, 21. November 2017

Aha-Effekte für Augen und Gaumen.

Jagstmühle außer Haus: Küchenteam verwöhnt bei der Weinkellerei Hohenlohe gut 100 Gäste mit feinem fünfgängigen Regionalmenü.

„Jagstmühle trifft Fürstenfass - die Region geht durch den Magen“ - unter dieser Schlagzeile haben wir in unserem Blog vom 20. Oktober 2017 von einem Arbeitsessen in der Jagstmühle berichtet. Dabei hatte ein fünfköpfiges Wein- und Kulinarik-Team der „Fürstenfass“-Weinkellerei die passenden Weine zu einem feinen Fünf-Gänge-Menü der Heimat-Köche Markus Reinau­er und Hubert Retzbach herausge­sucht, um die alljährliche kulinari­sche Weinprobe der Adolzfurter Genossenschaft vorzubereiten. Nun wollen wir darüber berichten, wie dieses Regionalmenü bei den Gäs­ten angekom­men ist. Mit wel­chen Genüssen aus der Genießer­region Hohenlohe die Gaumen der Gäste gekitzelt wur­den, ersparen wir uns an dieser Stelle. Nur so viel. Zu zwei Sekten und neun „Fürsten­fass-Weinen“ ge­sellten sich fünf für die Heimatkü­che der Jagstmühle typische Gän­ge. Die Details können Sie im Blog nachle­sen.

Gut geölte Teams
Mit großem Gastro- und Kulinarik-Gepäck waren Küchenchef Markus Reinauer, die Köche Maximilian Namsler und Daniel Reif sowie Restaurantleiterin Nadine Stocker schon Stunden vor den Gästen an­gereist, um in der „Fürstenfass“-Kü­che alles vorzubereiten. „Fünf Gän­ge für 100 Leute und das in einer fremdem Umgebung – das ist immer eine Herausforderung“, weiß Reinauer. Beeindruckt war er vom „netten Empfang, der heimeligen Atmosphäre und vom gut eingespielten“ Fürstenfass-Team. „Wir haben uns echt wohlgefühlt“, so der Küchenchef.

Wer an diesem Abend in die Küche spickte, wurde Zeuge routinierter Abläufe eines gut geölten Küchen­teams, das hochkonzentriert bei der Arbeit war. Stress in der Küche? „Eigentlich kaum, wir haben alles gut vorbereitet, nur beim Anrichten der 100 Teller muss alles wie am Schnürchen laufen“, sagte Jung­koch Daniel Reif. Wie am Schnür­chen lief auch der routinierte „Fürs­tenfass“-Service, der immerhin 1100 Gläser einschenken und 500 Teller zu den Gästen schleppen musste. „Die Mädels sind große Klasse, fix und professionell“, freute sich Restaurantleiterin Nadine Sto­cker.

Gäste geizen nicht mit Lob
Dass es den Gästen schmeckt, er­fuhren Markus Reinauer und sein Team schon gleich beim ersten Gang. „Ich hör' nur Lob, wenn ihr so weitermacht, habt ihr schon gewon­nen“, berichtete Service-Mitarbei­terin Ute Roll den Köchen von der Stimmung im Saal. Und gerade so ging's weiter. Gang für Gang. Wen man auch fragte, die Gäste bestä­tigten, was sich bereits beim Pro­beessen gezeigt hatte: Das Menü zeigt keinerlei Schwächen und überrascht immer wieder aufs Neue mit optischen und geschmacklichen Aha-Effekten. Für Anne Hauser aus Cappel war's der Ziegenkäse („mein persönliches Higlight“), für Andreas Ru­dolph aus Baierbach der Zander („einfach super, vor al­lem auch die Sauce“). Für Ernst Steiner der Limpurger-Cappuccino mit Kartoffelschaum („Da könnt's Gläsle voll sein, so genial wie das schmeckt“) und für den Adolzfurter Kurt Hilkert Lemberger und Soße zum Reh („Des kriegsch net jedes Jahr“). Aber auch im Des­sert mit dem aromatisch so ungewöhnli­chen wie überzeugenden Pfeffer­krauteis und in den feinen Fürsten­fass-Weinen fand jeder der gut 100 Gäste sein persönliches Highlight – oder auch gleich mehrere. „Alle Achtung, das für 100 Leute in die­ser Qualität auf den Teller zu bringen“, brachte Volker Wein­stock aus Schwabbach seinen „Re­spekt für die Küche“ zum Ausdruck. „Der Hammer“ war für ihn das „Hauptgericht mit der konzentrier­ten Sauce, dem butterzarten Reh, dem aromatischen Petersilien­wurzelpüree und den raffinierten Filderkrauttaschen“.

Applaus für feine Heimat-Küche
Kein Wunder, dass am Ende des fünfstündigen Genießermarathons Applaus aufbrandete, als sich das vierköpfige Jagstmühle-Team den gutgelaunten Genießern präsentierte. Nicht ohne ein paar dicke Komplimente zu kassieren. Zum Beispiel von „Fürstenfass“-Chef Reinhold Fritz, der den Abend so resümierte: „Die kulinarische Weinprobe gibt es schon einige Jahre, aber euer Menü war sicher einer der Höhepunkte.“

 

Köche kochen im Dialekt
Geschafft, aber zufrieden erntete das Jagstmühle-Team das wohlver­diente Lob. „Wir fahren jetzt glück­lich nach Hause, weil es uns offen­sichtlich gelungen ist, Ihnen ein schönes kulinarisches Erlebnis zu bieten, doch die schönste Freude wäre es, wenn Sie mal bei uns in der Jagstmühle vorbeikommen“, gab Markus Reinauer den Gästen mit auf den Weg. Und wer die Jagstmühle bis dato nicht kannte, dem beschrieb sie der Küchenchef so: „Wir sind keine Schickimickis, sondern ein einfaches Gasthaus auf dem Land und versuchen halt lecker zu kochen. Wir kochen im Dialekt, denn wir können nicht an­ders.“

 

Hohenloher Gasthaus für alle
Ganz bewusst spielte er damit auf die Philosophie der Jagstmühle an, die sich klassischem Küchen-Hand­werk, der kulinarischen Tradition und den Produkten der Genießer­region Hohenlohe verpflichtet fühlt. Dazu zählen für ihn auch die „Fürs­tenfass“-Weine, weil sich die Jagst­mühle „als Hohenloher Gasthaus für alle Gästegruppen und Ge­schmäcker“ versteht und „weil die Weine der Weinkellerei Hohenlohe zu unserer Region einfach dazuge­hören“.

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